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Die Adelsfamilie Schwarzenberg gebietet über Schlösser, Wälder, Burgen - doch kein Bau ist so prunkvoll und geschichtsträchtig wie das nach ihr benannte Palais in Wien.

Nun hat der Clan einen Plan: Ein Casino soll ins Schloss, Automaten inklusive.

(Jahrgang 1960) schreibt seit 1990 für den SPIEGEL.

Er berichtete als Reporter von den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien und über Krisenherde weltweit.

Mayr leitete die Büros in Wien und in Moskau, ehe er 2013 nach Rom wechselte.

Er ist 76, atmet schwer und stößt Rauchwölkchen aus wie eine Dampflok.

Doch kaum nimmt er die Pfeife aus dem Mund, kommt Karl Fürst zu Schwarzenberg zur Sache.

Wer wie er Paläste dem Volk öffne, sagt der Fürst, könne für nichts mehr garantieren: "Schon als in unserem Palais hier noch Hotelbetrieb war, wusste doch keiner, ob die Damen, die da übernachteten, nicht Professionelle waren." Soll heißen: Wenn demnächst, wie geplant, ein Grand Casino im Wiener Palais Schwarzenberg einzieht, samt 290 Slotmachines für Zocker im Untergeschoss, würde das dem Ruf des vornehmen Hauses auch nicht mehr schaden. Fürst Schwarzenberg, Herzog von Krumau und gefürsteter Landgraf von Sulz - das Oberhaupt einer Adelsfamilie, die zu Zeiten des Habsburger Kaiserreichs so wohlhabend und einflussreich war wie sonst kaum ein Geschlecht.

Bis heute gebietet man über böhmische wie österreichische Schlösser, Wälder, Sägewerke und Steinbrüche.

Darunter das Palais Schwarzenberg, ein Schmuckstück, das seit 2006 fast vollständig leer steht und nun ein Casino werden soll.

Der Finanzminister in Wien will bald entscheiden, an wen die zu vergebenden neuen Glücksspiel-Konzessionen gehen.

Dann könnte sich die Zukunft des barocken Gartenpalais hinter der Ringstraße klären, ehemals Sommerresidenz derer von Schwarzenberg und heute im Besitz der Familienstiftung.